Die Aufgabe
Ein Holzhaus am Hang, in die Landschaft eingefügt. Das Programm sah einen großen, zweigeschossig hohen Wohnraum zur Südaussicht vor, daneben Neben- und Ruhebereiche sowie eine überdachte Terrasse vor der Fassade.
Die Grundstücksgegebenheiten bestimmten den Baukörper: Die längs gerichtete Setzung folgt dem Gelände, Dachneigung und auskragender Dachüberstand folgen den Proportionen traditioneller Wirtschaftsbauten.
Konstruktion und Materialien
- Massive, gehobelte und genutete Blockwände — Nut und Feder machen die Wand luftdicht.
- Sichtbare Holzdachkonstruktion: Sparren und Mittelpfette, über dem Wohnraum offen gezeigt.
- Große Giebelverglasung zur Aussicht, mit Teilung bis in den Dachraum.
- Auskragender Dachüberstand, der beschattet und die Holzfassade vor Regen schützt.
- Überdachte Terrasse und Holzgeländer, in der Oberfläche auf die Fassade abgestimmt.
Für Holz spricht nicht nur die Optik: Die Konstruktion entsteht schnell und in trockener Bauweise, die Elemente werden in der Werkstatt zugeschnitten, die Arbeit vor Ort ist entsprechend kurz.
Worauf besonders zu achten war
- Setzung der Blockwände: An Öffnungen und Innenwänden muss Bewegungsspielraum bleiben.
- Sockel und Geländeanschluss: Holz darf nicht an feuchten Flächen anliegen.
- Tiefe des Dachüberstands: Bei zu kurzem Überstand vergraut und durchnässt die Fassade schnell.
- Wärmelast im Dachraum: Bei großer Verglasung sind Verschattung und hinterlüftetes Dach nötig.
